In welches Spa fahre ich?
Wer die Wahl hat, hat meist auch die Qual. Neulinge im Wellness- und Spa-Urlauben müssen zunächst einmal die verschiedenen Begriffe und ihre Inhalte abklären. Was unterscheidet eigentlich ein Day Spa von einem Hotel-Spa? Was ein Thermen-Spa von einem Spa-Resort oder Privat-Spa?
Die Spa-Planer haben sich sicher einiges bei ihren Planungen gedacht. Nur an die Schwellenangst derer, die noch nie einen Wellness- und Spa-Urlaub gemacht haben, dachten sie nicht. Vermutlich waren sie sich sicher, dass die Schwärmerei der Nachbarn, Kinder und besten Freundinnen auch die letzten Zweifler überzeugen würde. Wenn die beste Freundin vom Aufenthalt in einem Hotel-Spa erzählt und Details über erlebte Behandlungen und Entspannungs-Möglichkeiten ausplaudert, wird die Sache sehr konkret vorstellbar. Man ist geneigt, sich intensiver mit der Materie zu befassen und die Probe aufs Exempel zu wagen. Aus den Prospekten und Webseiten verschiedener Wellnesshotels bezieht man auch optische Vorstellungen. Je umfangreicher die Liste der gebotenen Anwendungen und Möglichkeiten, desto eher findet jeder das, was ihm zusagt.
Wohlfühlen und entspannen
Bei einem Wellnessurlaub geht es nicht vorrangig um einen medizinischen Nutzen, sondern um Entspannung und einen hohen Wohlfühlfaktor. Der medizinische Nutzen ist bei der so genannten “Medical Wellness” deutlich höher. Allzu viel sportliche Betätigung ordnet man unter Fitness- und Sporturlaub ein. Wellness meint im Volksverständnis, dass man sich verwöhnen lässt. Gegen ein Fitnessbuffet oder moderate Bewegungsprogramme wie Wassergymnastik, Yoga, Schwimmen oder Walking hat aber niemand etwas.
Die Kombination mit Ruhephasen, Meditation und Massagen muss stimmig sein. Die Wellnessbranche lässt sich immer neue Erlebnisvarianten einfallen und achtet auch darauf, dass alle Anwendungen in ansprechendem Ambiente geboten werden. Das inspiriert so manchen, sich auch zu Hause mehr Wellness zu gönnen. Man kann sein Badezimmer zum heimischen Spa-Bereich umgestalten oder sich gelegentlich fünf Massagen und einen Yogakurs beim Physiotherapeuten um die Ecke gönnen.